So läuft die Behandlung in unserer Praxis abUnser wichtigstes Ziel ist es, die Erkrankung von vorneherein zu vermeiden. Dies können wir mit Ihnen gemeinsam durch Ihre häusliche Mundhygiene und unsere Prophylaxemaßnahmen erreichen. Wenn Sie an einer Parodontitis erkrankt sind, gehen wir nach einem strukturierten Behandlungsplan vor:In einem ersten Schritt werden die Oberflächen der Zähne oberhalb des Zahnfleischrands und in den Zahnzwischenräumen sorgfältig gereinigt. Wie bei einer professionellen Zahnreinigung werden dabei alle harten und weichen bakteriellen Beläge entfernt. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre häusliche Zahnpflege auf Ihre Erkrankung abstimmen können. Bei Ihrem nächsten Termin überprüfen wir, ob die Entzündung bereits etwas zurückgegangen ist und besprechen mit Ihnen, ob Sie unsere Zahnpflegetipps umsetzen konnten. Das Ziel der geschlossenen Parodontaltherapie ist es, die bakteriellen Beläge (Konkremente), die zu der Entzündung geführt haben, vollständig zu entfernen: Mit feinen Instrumenten reinigen wir die Oberflächen der Zahnwurzeln. Falls notwendig, wird zusätzlich erkranktes Gewebe abgetragen. Anschließend polieren und glätten wir die Wurzeln, damit das Zahnfleisch wieder gut anhaften kann. Die geschlossene Parodontaltherapie reicht meist aus, wenn die Zahnfleischtaschen noch nicht zu tief sind, etwa unter vier Millimeter. Während eines Kontrolltermins überprüfen wir, ob die Entzündung abgeklungen ist. Besteht weiterer Behandlungsbedarf, führen wir eine offene Parodontaltherapie durch. Die offene Parodontaltherapie ist ein oralchirurgisches Verfahren, das notwendig wird, wenn die Entzündung nicht ausheilt. Sie wird etwa sechs bis acht Wochen nach der geschlossenen Parodontaltherapie durchgeführt. Dabei wird das Zahnfleisch vorsichtig vom Zahn abgelöst. Die Zahnwurzeln werden unter Sicht gründlich gereinigt, geglättet und poliert. Entzündetes Gewebe kann ebenfalls entfernt werden. Danach wird das Zahnfleisch wieder an den Zahn angelegt und vernäht. In der Regel verheilt es nach kurzer Zeit. Bei einer weit fortgeschrittenen Parodontitis ist der Knochen angegriffen und der Zahn lockert sich. In diesem Fall führen wir ergänzend eine gesteuerte Gewebe- und Knochenregeneration durch. Dadurch bilden sich neue Knochensubstanz, Haltefasern und Zahnfleisch und der Zahn kann sich wieder im Kiefer festigen. Hier erfahren Sie mehr über das Verfahren. Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung: Einmal aufgetreten, kann die Entzündung leider wiederkehren. Daher ist eine sorgfältige Nachsorge sehr wichtig:
Im Verlauf der Parodontitis weicht das Zahnfleisch meist zurück. Wenn die Entzündung abgeheilt ist, können wir die freiliegenden Zahnhälse wieder bedecken. Hier erläutern wir Ihnen den kleinen oralchirurgischen Eingriff, die Zahnfleischtransplantation. Mehr Infos und Tipps finden Sie auch in unserer Gesundheitswelt. |
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